Die Ladung damals bestand aus Schwarzpulver und einem Bleigeschoss. Ein Schusspflaster wurde meistens zur Abdichtung verwendet. Die damaligen Waffen hatten bis ins 19 Jh. hinein glatte Läufe. Man hatte schon im 15 Jh. erkannt, das Rillen im Lauf die Geschosse stabiler fliegen lassen. Wo wurden Züge und Felder entwickelt, die spiralförmig im Lauf verliefen und das Geschoss in Rotation versetzten. |
Es wurde zunächst Rundkugel mit gefetteten Pflaster verwendet, was aber relativ zeitaufwendig war und daher für die Armee nicht in Frage kam. Erst ein französischer Offizier entwickelte für die Armee eine Waffe mit gezogenen Läufen und ein spezielles Geschoss, das beim Abbrand des Pulvers seine Form veränderte. 1849 wurde das Problem mit dem Miniegeschoss gelöst. Im Laufe der Jahrhunderte brachte die Vorderladerwaffe eine Vielzahl von Schlössern hervor. Angefangen im 14 Jh. die Bronze Faustbüchse mit Lunte.
Als dann im 18 Jh. das Knallquecksilber erfunden wurde, war das Zündhütchen für das Perkussionsschloß geboren. Vorderladerwaffen werden heute nur noch zum Sport geschossen. Was viele nicht wissen ist die Tatsache, das diese Vorderladerwaffen von der Genauigkeit her besser treffen als Waffen mit NC Treibladungsmitteln. Es gibt heute noch Disziplinen, wo auf eine Entfernung von 900 Yards geschossen wird. Auch der BDS schießt eine Disziplin in der auf 600 m geschossen wird. Jeder der schon einmal mit einer Vorderladerwaffe geschossen hat, kann sich dem Reiz nicht mehr entziehen. In den großen Schützenverbänden gibt es eine Vielzahl von Disziplinen, in der man seine Geschicklichkeit mit Vorderladerwaffen ausleben kann. |
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